Gangs of London Kritik

Ich bin ja einiges gewohnt, wenn es um Brutalität auf dem Bildschirm geht. Aber die Serie „Gangs of London“ legt nochmal eine gehörige Schippe obendrauf.

Doch es wäre ungerecht, die Serie nur auf die explizite Gewaltdarstellung zu reduzieren. „Gangs of London“ bietet eine spannende Story mit einigen Wendungen und einem gut aufgelegtem Cast.

In meiner „Gangs of London“ Kritik möchte ich euch gerne in die Unterwelt von London entführen.

Die Handlung von „Gangs of London“.

Es beginnt mit der Ermordung des mächtigen Unterweltbosses von London, Finn Wallace (Colm Meaney).

Bei der Beerdigung kommen die Gangsterbosse der Stadt um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Und sie wollen sicherstellen, dass die bisherigen Abmachungen auch weiterhin gelten. Doch sein Sohn Sean (Joe Cole) will sämtliche Geschäfte einfrieren, bis der Mörder seines ermittelt wird.

Naturgemäß sind die anderen Clans von dieser Idee nicht sehr begeistert, da ihnen dadurch Millionen entgehen.

Auf der Jagd nach dem Mörder seines Vaters, setzt Sean sämtliche Ressourcen seines Verbrecherimperiums ein und verwandelt London in ein Schlachtfeld.

Der einfache „Fußsoldat“ Elliot (Sope Dirisu) wittert seine Gelegenheit um in der Gangsterhierarchie aufzusteigen und erlangt langsam das Vertrauen der Wallace Familie.

Aber Elliot verfolgt auch noch ein anderes Ziel. Und damit ist er nicht alleine. Die Clans verfolgen ihre eigenen Ziele und kämpfen um die Vorherrschaft in London. Und ohne dass Sean es merkt, wird er langsam vom Jäger zum Gejagten.

Action und Spannung.

gangs of london kritik
© Sky UK Limited

„Gangs of London“ bietet ein wahres Action Feuerwerk.

Ohne jetzt spoilern zu wollen, aber die fünfte Folge der ersten Staffel ist schon ein kleines Meisterwerk. Hier braucht sich die Serie nicht hinter Blockbustern wie „Mission Impossible“ oder „The Expendables“ zu verstecken.

Ich habe selten eine so spannende und perfekt inszenierte Folge auf dem Bildschirm erlebt. Und im Gegensatz zu den oben erwähnten Filmen, fühlt sich „Gangs of London“ sehr realistisch an.

Aber wir erleben gleich in der ersten Folge einen Barfight, welchen ich in dieser Art noch nicht gesehen habe. Perfekt choreografiert und extrem brutal. Wo andere Serien oder Filme mit der Kamera abschwenken, wird hier mit der Linse voll draufgehalten. Das mag für manche Menschen schon sehr verstörend wirken und ich verstehe auch, wenn der Serie die explizierte Gewaltdarstellung teilweise vorgeworfen wird.

Aber „Gangs of London“ geht hier wirklich keine Kompromisse ein.

Wer dachte, dass „Vikings“ brutal ist, wird hier eines besseren belehrt.

Brechende Knochen, abgetrennte Körperteile, verbrannte Körper und Folter in Großaufnahme sind ein großer Bestandteil der Serie.

Aber die Brutalität fügt sich perfekt in die Story ein und ist nie Selbstzweck.

Sie ist ein Teil des Spannungsbogens, welcher sich über die gesamte erste Staffel zieht. Ich muss zugeben, mir wurde beim Anschauen von „Gangs of London“ nie langweilig.

Es gibt auch ausreichend ruhige Momente, welche mir genauso gut gefallen, wie die Action Szenen.

Der hervorragende Mix aus Spannung, Action und Charakterzeichnung heben die Serie für mich deutlich aus dem Einheitsbrei sonstiger Serien hervor.

Hervorragender Cast.

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© Sky UK Limited

Die Besetzung von „Gangs of London“ kann ich nur als sehr gelungen bezeichnen.

Mir fällt kein einziger Darsteller ein, von dem ich enttäuscht wurde.

Alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Aber einige möchte ich doch erwähnen.

Da gibt es Lucian Msamati, welcher Ed Dumani verkörpert. Dumani war die rechte Hand von Finn Wallace und ist ein enger Freund der Familie. Aber wie die meisten Charaktere in „Gangs of London“ verfolgt auch er seine eigenen Ziele. Msamati spielt seine Rolle extrem glaubwürdig und überzeugend. Man weiß bei ihm nie, was als nächstes passiert.

Sope Dirisu spielt den kleinen Ganoven Elliot. Wie er sich allmählich das Vertrauen von Sean erschwindelt ist schon sehr gut dargestellt. Seine wahren Beweggründe bleiben lange Zeit verborgen, obwohl dem geübten Zuseher schon bald klar sein dürfte, wohin der Weg führt.

Und natürlich freut es mich, dass es ein Wiedersehen mit einigen Darstellern aus „Game of Thrones“ gibt. Wie z.B. Michelle Fairley, David Bradley oder Ian Beattie.

Fazit:

Meine „Gangs of London“ Kritik fällt sehr positiv aus.

Die Serie bietet alles, was eine Ganovenserie ausmacht.

Sehr viel Action, Spannung und hervorragend gezeichnete Charaktere.

Die Brutalität der Serie spaltet sicher die Zuseher. Für zarte Gemüter oder gar Kinder ist „Gangs of London“ sicher nicht geeignet.

Die eine oder andere Wendung der Story und die perfekt choreografierten Kampfszenen, machen die Serie für mich auf alle Fälle zu einem Serienhit.

Habt ihr „Gangs of London“ schon gesehen?

Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.