Meisterwerke – Ein Spiel für (Nicht) Zeichenkünstler.

Ich gestehe. Was das Zeichnen betrifft, bin ich absolut talentfrei. Schon meine Lehrer in der Grundschule verzweifelten an meinen Meisterwerken.

Und was ist jetzt eines meiner Lieblingsspiele geworden? Richtig, ein Spiel, wo es auf das Zeichnen ankommt. Klingt komisch, ist aber so.

Solltet ihr also, so wie ich, absolut nicht zeichnen können, lasst euch von dem Spiel „Meisterwerke“ nicht abschrecken. Und ihr wenigen Zeichentalente da draußen, lacht nicht über uns, sondern spielt einfach mit.

Das Spielprinzip von Meisterwerke.

Das Zeichnen steht bei „Meisterwerke“ im Vordergrund.

Ein Spieler zieht verdeckt eine Karte, welche er in einen Schuber steckt. Auf der Karte ist im oberen Teil eine Zeichnung zu sehen. Im unteren Teil, sind zehn Details der Zeichnung geschrieben. Diese werden durch den Schuber abgedeckt und der Spieler sieht nur die Zeichnung.

Die Mitspieler haben einen Block und einen Stift vor sich liegen.

Der Spieler liest den Titel der Zeichnung vor und dann dreht er die Sanduhr um. Jetzt muss er innerhalb von 90 Sekunden die Zeichnung beschreiben und die Mitspieler sollen anhand der Beschreibung die Zeichnung nachzeichnen.

Nach 90 Sekunden legen die Mitspieler die Stifte aus der Hand und tauschen untereinander ihre Meisterwerke. Jetzt nimmt der Spieler die Karte aus dem Schuber und liest nacheinander die Details vor. Die Mitspieler müssen jetzt für jede Übereinstimmung einen Punkt markieren.

Dann werden die Punkte zusammengerechnet und auf einer List eingetragen. Nun übernimmt ein anderer Spieler die Funktion des Beschreibers. Wer nach sieben Runden die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel Meisterwerke.

Ein irrer Spaß

Ich dachte nicht, dass Zeichnen so viel Spaß machen kann.

Es ist bei „Meisterwerke“ völlig irrelevant, ob man zeichnen kann oder nicht. Selbst ich, mit der Handfertigkeit eines vierjährigen, schaffe es, irgendwas hinzu kritzeln. Wenn ich so recht überlege, bin ich eigentlich ein Wunderknabe gewesen. Ich konnte mit vier Jahren schon so gut zeichnen, wie heute mit 50 Jahren -)).

Wenn man die Zeichnung seines Sitznachbarn erhält, um die Details zu checken kommen mir regelmäßig die Tränen vor Lachen. Meine Frau zeichnet nämlich noch schlechter als ich. Aber bitte nicht weitersagen.

Und bei meinem Sohn werden schon mal die Barbapapas als Kühe verwendet. Einfach herrlich.

Das Detail macht es aus.

Wer „Meisterwerke“ zum ersten Mal spielt, wird sein blaues Wunder erlaben. Zumindest ist es uns so ergangen.

90 Sekunden Zeit zum Erklären klingt vielleicht nach genügend Zeit. Aber dem ist nicht so.

Beim Vorlesen der Details kommt es nämlich wirklich auf jedes Detail an. Der Erklärer sagt zum Beispiel: Über dem Haus ist die Sonne. Im Detail heißt es dann aber: Die Sonne steht rechts vom Schornstein und hat mindestens fünf Sonnenstrahlen.

Dann heißt es: Leider null Punkte.

Und das bezieht sich auf jedes noch so kleine Detail. Mit der Zeit bekommt man zwar ein Gefühl dafür, aber bei weitem nicht genug.

Besonders witzig ist es, wenn der Vorleser zum Beispiel erklärt, in der Mitte des Bildes ist ein Clown zu sehen. Alle zeichnen brav einen Clown. Und dann kommt noch der Zusatz: Der Clown blickt nach links und der rechte Arm ist höher, als der linke Arm. Dann hört man lautes Fluchen, nervöse Durchstreichen und hektisches Kritzeln.

Und das passiert öfters, als man denkt.

Fazit:

Genial, einfach nur genial.

So kurz lautet mein Fazit zum Spiel „Meisterwerke“.

Und wenn das eine Zeichnenbanause wie ich sage, dann heißt das schon etwas.

Wir spielen es meistens zu Dritt, aber je mehr Personen mitspielen, desto spaßiger ist es.

Wenn ihr gerne viel lachen wollt, kann ich euch „Meisterwerke“ nur ans Herz legen.

Ich habe euch noch ein paar unserer Meisterwerke hochgeladen. Nicht lachen, besser machen und Spaß dabei haben.